Konzept
Das Bild entsteht im Gehirn -
die Malerei stellt das Assoziationsmaterial
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Ausgangspunkt meiner Malerei ist das Experiment im Sinne von
weitgehender Reduktion der gestalterischen Mittel, um dem Betrachter assoziative Freiheiten
zu lassen.
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Die Reduktionen in der Darstellung erfolgen analog zum Sehprozess des menschlichen Auges.
Dieses ist eine Aufeinanderfolge von Fokussierungen des Sehstrahls auf verschiedene Orte,
aus diesen punktuellen Wahrnehmungen setzt das Gehirn dann einen flächigen
Bildeindruck zusammen.
Damit verbindet sich für mich die Frage:
Wieviel Informationen ( Farbe, Form, Detailreichtum, Abstraktion )
sind in der Malerei notwendig, damit das Gehirn einen Gegenstand erkennt ?
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Meine am häufigsten angewandten Methoden sind:
- Reduktion von Farbigkeit und die Beschränkung derselben auf einzelne Bildbereiche.
- Fokussierung von Schärfe und Detailreichtum auf ausgewählte Bereiche.
- Wechselwirkung zwischen farbiger Grundierung und darüber liegendem Bild.
- Wiederholungen und Überlagerungen von Konturen und Flächen.
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Farbliche Reduktionen finden sich z.B. in
Tagebau
, links viel, rechts keine Farbe, allen
Stadtansichten
dort sind nur die Figuren farbig und einigen
Strandbildern.
Bei diesen ist die Farbigkeit von Nahem sehr intensiv,
auf größere Entfernung verschwimmt sie zu einem Grauton.
Wiederholungen und Überlagerungen sind zu finden z.B. in
Hafenlandschaft IV
und
Berghütten 2
sowie intensiviert in
Berghütten 6,
dort bewirkt dies einen sehr abstrahierten Eindruck.
Arbeiten mit farbiger Grundierung in Rot sind z.B.
Tagebau
und
Industriedenkmal,
mit Grundierung in Meninge in den Strandbildern
Strand,
Strand II
und
Strand III.
Sie wird hier mit dem Prinzip verwendet, dass die Grundierung an mehreren Stellen im Bild unvermittelt sichtbar wird,
in
Bahnhof IV
und
Industrielandschaft
sind hingegen größere Stücke unbearbeitet.
Variationen der Schärfe finden sich in
Bedrohung,
dort ist nur die Revolvermündung deutlich und in
Bahnhof
und
Bahnhof II,
hier sind nur einige wenige
Zentimeter am unteren Bildrand scharf gestellt.
In den Zaunbildern
III
und
V
finden sich wie beim Sehprozess regelrechte blinde Flecken im Bild, in denen
die Gitterstruktur fehlt, dennoch ist der Zaun als ganzes vorstellbar.
In
Berglandschaft,
Landschaft III
und
Tibetische Landschaft
ist der obere Teil des Werkes detailreich ausgestaltet,
und geht nach unten hin in einen abstrahiert gestisch gemalten Teil über.
Nach einem ähnlichen Verfahren ist
Sechtem
gestaltet, das untere Bilddrittel ist aus zwei abstrakten schwarzen und weißen Flächen zusammengesetzt.
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Derzeitige bevorzugte Arbeitstechnik ist die Acrylmalerei. Um von den industriell vorgefertigten
Farbtönen und Erzeugnissen abweichen zu können, werden die Farben von mir selbst angemischt.
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Bei der Wahl des Motives bevorzuge ich Räume, die weitgehend leer sind, dies verbinde ich mit Verlassenheit, aber auch mit der
Möglichkeit der Entwicklung, da leere Bereiche die Möglichkeit der zukünftigen Entwicklung offen lassen.
Industrielandschaften wie
Hafenlandschaft II,
Bahnhof V
und
Aachen
bieten mir auch die Möglichkeit, Dinge durch Form und Farben miteinander in Beziehung zu setzen.
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